Archiv für Juni 2011

Kritische Geograph_innen – schweigend gegen Israel!?

„Ich möchte jetzt keine Stellung beziehen zu dem Apartheid-System in Israel…“
Roger Keil im Wortlaut, 29.06.2011, Vortrag am Institut fuer Humangeographie mit dem Titel ‚Rolling with neoliberalism in the global suburbs‘

Wie bitte? ‚Keine Stellung beziehen‘ aber von ‚Apartheid‘ in Israel sprechen? Da hat er wohl antizionistische Selbstverständnisse bei den deutschen Geograph_innen vorausgesetzt. Soweit mir bekannt, ist das auch aufgegangen. Zumindest habe es als Reaktion nicht mehr als betretenes Schweigen gegeben.
*würg

Die radikale Linke bleibt hässlich

Bullen auf dem Campus Bockenheim. Das geht gar nicht. Auch noch am fünften Jahrestag der KoZ-Stürmung. Erinnert sich da überhaupt noch jemand dran? Nebensache. Geht es doch bestimmt darum die eigene Hood zu verteidigen. Ob aus Tradition. Weil der Campus Bockenheim – Nachts – in die Hand der Autonomen gehört, so lange man denken kann oder weil die Demo hier angekommen ist und es gerade angeeigneter Raum ist. Angriff ist angesichts der Kräfteverhältnisse natürlich die beste Verteidigung. Damit hat man dem Abend auch noch eine kurzweilige Beschäftigung abgerungen und kann den angereisten antisemitischen Schlägerprollos von der roten Antifa Genoss*innen auch noch etwas bieten, muss nicht einmal eine Party organisieren, wo man am Ende doch wieder Stress mit deren Tanzverhalten hat(mit den eigenen Leuten kann man im Zweifelsfall ja immer noch reden). Nach bewährten Procedere werden also die Fachkenntnisse von Grillmeister*innen und Expert*innen der Altglasverwertung gegen die am Rande des Campus stehende Bullenarmada eingesetzt. Deren Reaktion kommt unerwartet. Was in den letzten Jahren vor allem in östlichen Bundesländern Anwendung fand, hat nun auch die hessische Polizei am Aftershow-Mob von Mittwochabend ausprobiert: Die kömmende Aufstandsbekämpfung. Zurückhaltung, Ausschwärmen, das Areal mit Gasgranaten beschiessen, Leute an den Ausgängen abgreifen.

Was man davon halten soll? Schön ist das nicht. Schön sind auch die Autonomen nicht. Die radikale Linke bleibt hässlich. Ihre Aktionen sind die immer gleichen Angebote zur unproduktiven Triebabfuhr, die für sich ja nichts beklagenswertes darstellt, wenn man sie dort nicht politische Praxis nennen dürfte. Wo ganz Frankfurt Hass auf die Polizei hat, selbige Bastarde und politische Gegner*innen Fotzen genannt werden können, da sind Theorie und Praxis – sprich das an Workshopwochenenden Besprochene und das Verstandene, das, auf den eigenen Körper, die eigenen Praktiken, Angewandte, Lichtjahre voneinander entfernt – auseinandergetreten.

Schön wär’s…

schönwärs

soo post… alta

„wenn ich schon nicht schwarz bin, dann wenigstens keinen symetrischen haarschnitt“

mhhm sicher doch… von wegen eurozentrismus kaputt denken!

bild leeres versprechen folgt…